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< Sturmschaden (T1)
15.04.2018 09:27 Alter: 8 Tage
Kategorie: FF Altenmarkt Übungen

Unterabschnittsübung

Am Samstag, dem 14. April 2018, durften wir an einer großangelegten Übung im Tritolwerk Wr. Neustadt teilnehmen.


Am Samstag führten diverse Feuerwehren unseres Unterabschnitts eine gemeinsame Übung auf dem Gelände des ehemaligen Tritolwerks in Wiener Neustadt, welches seit seiner Schließung als Übungsgelände des Militärs fungiert, durch. Wir rückten um ungefähr 7:30 Uhr mit einem Fahrzeug und 6 Mann aus.

Die verschiedenen Übungsszenarien variierten sehr stark. Ziel der Unterabschnittsübung war es, sich mit unüblichen Einsatzsituationen vertraut zu machen. Insgesamt wurden 4 Einsatztypen erprobt. Nach einer Sicherheitsunterweisung wurden die teilnehmenden Feuerwehren in zwei Gruppen eingeteilt. Wir durften mit der Feuerwehr Öffnet externen Link in neuem FensterFurth und der Feuerwehr Öffnet externen Link in neuem FensterPottenstein zusammenarbeiten.

Schadensereignis 1: Ein Innenhof war in Brand geraten - außerdem wurden immer noch zwei Personen vermisst. Das Feuer musste also so schnell wie möglich gelöscht und die Personen gerettet werden. Hier ging es hauptsächlich darum, die drei verschiedenen Feuerwehren zu koordinieren und möglichst effektiv und schnell zu handeln.

Schadensereignis 2: Dies war eines der aufwendigsten Übungsszenarien. In einem Labor einer Technikfirma, die mit biologischen Materialien experimentiert, kommt es zum Notfall. Biologisch gefährliche Stoffe sind in einem Labor ausgetreten; eine Person befindet sich noch (vermutlich bewusstlos) in den Räumlichkeiten. Ausgestattet mit schwerem Atemschutz und ABC-Schutzkleidung wurde die verletzte Person durch einen Rettungstrupp zu drei Personen gerettet. Der Haken: Alle drei waren nun ebenfalls kontaminiert. In einer provisorisch eingerichteten Deko-Stelle (Deko für dekontaminieren) wurden die drei durch die Hilfe von Kameraden von ihrer verschmutzten Kleidung befreit. Die Feuerwehrmitglieder, die mit den Kontaminierten in Kontak gekommen waren, lernten, wie man sich selbstständig aus dekontaminierter Kleidung befreit.

Schadensereignis 3: Hier wurde das richtige Abseilen von Personen mittels Leitern geübt. Diese Station wurde intensiver betreut und uns wurden verschiedene Varianten des Abseilens mit unterschiedlichen Materialien vorgestellt.

Schadensereignis 4: Im für uns letzten Szenario ging es darum, drei vermisste (und höchstwahrscheinlich verletzte) Personen aus einem verschütteten Gebäude zu befreien. Zuerst mussten wir uns einen Weg durch die Trümmer in das Gebäude freiräumen. Mittels Seilwinde wurden größere Gesteinsbrocken entfernt. Innen angekommen wurde dann nach verschütteten Personen gesucht, bzw. wurden diese umgehend gerettet.

Insgesamt nahmen circa 40 Kameraden an der hervorragend organisierten Übung teil. Abschließend wurde eine sehr positive Bilanz gezogen. Sehr interessant waren auch die unterschiedlichen Lösungsansätze der einzelnen Wehren bezüglich der vier verschiedenen Übungsszenarien, die aber alle zum selben Ergebnis führten. Auch diese Übung hat wieder einmal gezeigt, wie wichtig die Kommunikation innerhalb der Einsatzkräfte ist.

Schließlich möchten wir uns bei den Verantwortlichen, sowie bei allen Beteiligten nochmals dafür bedanken, dass wir an dieser lehrreichen und überaus spannenden Übung teilnehmen durften.

 

Eingesetzte Kräfte:

Mannschaft: 6 Mann

Fahrzeuge: TLF1

 

(c) Feuerwehr Altenmarkt